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/baustelle

In städtebaulichen und architektonischen Kreisen weiß man: eine Baustelle hat das Zeug zum Spektakel. Deshalb und weil so manch Murren oder Unwillen in dieser Weise schön überdeckt werden kann sind bauliche Großprojekte heute meist mit allerlei Begleitprogramm ausgestattet.

Baue, wo du stehst! Ganz im Sinne jener modifizierten Devise einer Geschichtsschreibung soll Eigenmächtigkeit, Raumnehmung und kritische Bestandsaufnahme von Besitzverhältnissen, Denken von Räumlichkeit abseits des Eigenheims (plus Thuje) angeleiert werden. Wo vom Osten bis zum weiten Westen der kleinen Republik autonome und emanzipatorische Räume - vom EKH bis hin zum AJZ Konkret - gestorben werden, können Formen von eigener Bautätigkeit - mit viel Beton selbstredend - erklärend wirken.

Am matzleinsdorferplatz soll drei Tage ernsthaft gebaut werden. Mit Beton, Holz, Müll, oÄ. Ohne Fleiss...

matz ab!


Zudem fungieren unter dem Titel der baustelle eher performative Einzelaktionen, die am und um den matzleinsdorferplatz helfen werden Bereiche von Sauberkeit und Dreck, von Innenstadtvertreibung oder von Überwachungspolitik zu erklären.

/bälleparadies [dreck in die city]
/barrikade [solidarisch bauen]
/sinnlosspringen [mariahilferstr/museumsquartier/stephansplatz]
/putztrupp [erstrahlen und duften]
/exkursionen [lohnende ziele im ganzen stadtgebiet]
/uecfriedhof [keine oasen der ruhe inmitten des wahnsinns]
/mach's dir bequem [projekt der gruppe uuuaaargh!]